Bericht: Jetzt reichts! Wir haben genug gefroren!

Erstellt von GEW Stadtverband München | |   Meldungen

Unter diesem Motto rief der Jugendverband SDAJ am 11. Dezember 2020 vor allem Schüler*innen zum Protest für bessere Schulverhältnisse in der Pandemie auf.

Um 16 Uhr ging es los mit einer Kundgebung auf dem Münchner Stachus, daran anschließend zog ein Demonstrationszug über die Sonnen und Blumenstraße zum Isartor, wo es zum Abschluss noch einige Redebeiträge gab.

Thematisch ging es in den unterschiedlichen Beiträgen um Kritik am Krisenmanagement in den Schulen. Kritisiert wurde, dass alle Konzepte vor billig zu sein scheinen und deshalb zu Lasten der Schüler gingen. Hier bei offenen Fenstern frierend lernen und massive Einschränkung in der Freizeit, dort bei der „Rettung“ von Großkonzernen mit Unsummen.

In der konkreten Unterrichtssituation würden nun vermehrt Prüfungen geschrieben umvermeintlichen Rückstand auszugleichen, im Ergebnis stehen Leistungsdruck und damit demotivierender Stress. Gerade benachteiligte Schüler bäkämen das besonders zu spüren.  In diesem Sinne sollte mit der Aktion ein Zeichen gesetzt und ein Anfang markiert werden, trotz und wegen der Coronapandemie für sicheren Unterricht auf die Straße zu gehen.

Die GEW München unterstützte gerne den Protest mit technischer Hilfe und einige Kolleg*innen überbrachten ein Grußwort. Ebenso schloss sich die GEW weitgehend den folgenden Forderungen der der Schüler*innen an, die sich mit den der GEW decken:

  • In Unter- und Mittelstufe keine Prüfungen bis zum Ende der Pandemie; In der Oberstufe maximal 1 Klausur in 2 Wochen
  • Lüftungsgeräte und umsetzbare Hygienekonzepte für alle Schulen
  • Sofortige Aufhebung der Attestpflicht
  • Ausstattung aller Schüler mit technischen Geräten, die die Teilnahme am Unterricht von zu Hause aus möglich machen
  • Klassenstärke auf maximal 15 Schüler reduzieren und entsprechend mehr Lehrkräfte
  • Lehrplan den aktuellen Verhältnissen anpassen

Letztlich folgten dem Aufruf rund 50 Personen, die den Forderungen Nachdruck verliehen, die sicher wesentlich mehr Schüler*innen aber auch Lehrer*innen und Eltern aus dem Herzen sprechen.

 

 

 

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