GEW Stadtverband München - RSS News https://www.gew-muenchen.de Meldungen des Stadtverbands München der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft de Copyright 2019 www.gew-muenchen.de Sat, 25 Jan 2020 08:29:00 +0100 Sat, 25 Jan 2020 08:29:00 +0100 TYPO3 news-362 Wed, 29 Jan 2020 17:00:00 +0100 Piazolo Paket? – GEW lehnt Maßnahmenpaket weiterhin entschieden ab! https://www.gew-muenchen.de/aktuell/news/piazolo-paket-gew-lehnt-massnahmenpaket-weiterhin-entschieden-ab/ Liebe Kollegin, lieber Kollege, in den letzten Tagen wurde in der Presse ausführlich über das sog. Maßnahmenpaket des Kultusministeri- ums, das eine sichere Unterrichtsversorgung garantieren soll, berichtet. Das Kultusministerium kündigte an, die Antragsteilzeit für Lehrkräfte auf ein Mindeststundenmaß von 23
bzw. 24 Unterrichtsstunden anzuheben und den Antragsruhestand künftig erst ein Jahr später, also ab dem
65. Lebensjahr zu genehmigen. Zudem sind Freistellungsmodelle wie das Sabbatjahr nicht mehr möglich. Die
Unterrichtspflichtzeit der Grundschulkolleg*innen wird vorübergehend um eine Stunde pro Woche erhöht.  
 
Dagegen müssen wir uns wehren! Aktuell werden Kundgebungen am 29.01. (17.00 Uhr) in München und
am 07.02.(15.30 Uhr) in Nürnberg vorbereitet. Eine zentrale Aktion soll es am 12.02. (16.00 Uhr) in Mün-
chen geben.  Wendet euch bei Fragen an die GEW vor Ort.

Die Bildungsgewerkschaft GEW fordert:  

  • Arbeitsreduzierung statt weiterer Arbeitsbelastung!
  • A13  als  Einstiegsbesoldung  und  gleiche  Aufstiegsmöglichkeiten  für  alle Lehrkräfte!
  • Höhergruppierung der Fach- und Förderlehrkräfte  und  der  angestellten Lehrkräfte!
  • Erneute Aussetzung der externen Evaluation!
  • Eine  Reform  der  Lehrkräfteausbildung,  um  der  Realität  der  Bildungslandschaft gerecht zu werden!
  • Eine  vorübergehende  Reduzierung der  Stundentafel,  um  für  alle  Schüler*innen  flächendeckend  qualifizierte Bildungsangebote zu sichern.

Auch  wenn  Kultusminister  Piazolo  betont, dass  all  diese Vorgaben  nur  vorübergehenden  Charakter haben,  ist  die  Botschaft  klar.  Statt  Arbeitsentlastungen anzubieten,  wird noch  mehr  Arbeitsleistung  von  den Lehrkräften  gefordert!  Die  der  Gesundheit  förderlichen Arbeitszeitregelungen  wie  Teilzeit, Antragsruhestand  oder  das  Sabbatjahr werden weiter eingeschränkt  oder  komplett  eingestampft.  Kolleg*innen,  die  nicht mehr  können,  werden  die  Perspektiven  auf Entlastung nahezu vollständig genommen.
Man muss es immer wieder klar und deutlich sagen: Der Personalmangel an Grund-, Mittel, und  Förderschulen  ist  hausgemacht  und Folge einer verfehlten Planung. Geburtenraten,  Ruhestandsversetzungen  und  Ausbildungskapazitäten  sind  Größen,  die  bekannt sind und in langfristige Planungen hätten einbezogen werden müssen. Die Konsequenzen dieser  desaströsen  Fehlplanungen  bekommen nun vor allem die Kolleg*innen an den
Schulen zu spüren.  
Aus Sicht der Bildungsgewerkschaft grenzt es an  Zynismus,  wenn  Piazolo  an  die  bayerischen Lehrer*innen appelliert, auf freiwilliger Basis einen Beitrag zu leisten, beispielsweise durch  Erhöhung  der  Teilzeitstunden  oder
durch Aufschieben des Ruhestands, um dann diese  Maßnahmen  ein  paar  Absätze  weiter dienstrechtlich vorzuschreiben.  
Übrigens: Gehaltserhöhungen, Arbeitszeitverkürzungen, Verbesserungen am Arbeitsplatz.
Wer hat das in großen Tarifkämpfen durchgesetzt und will dies weiterhin durchsetzen? Die Solidargemeinschaft
der Gewerkschaftsmitglieder!
 
Durch deinen Beitritt kannst du diese Gemeinschaft noch stärker machen. Und wer weiß, wann du ihren Rechtsschutz brauchst: www.gew.de/mitglied-werden

Postkartenaktion: Postkarte & Begleitschreiben

Plakat und Flyer

 

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news-363 Mon, 20 Jan 2020 11:00:00 +0100 Tarifverhandlungen über die Vergütung für kommunale Lehrkräfte in Bayern erfolgreich abgeschlossen https://www.gew-muenchen.de/aktuell/news/tarifverhandlungen-ueber-die-verguetung-fuer-kommunale-lehrkraefte-in-bayern-erfolgreich-abgeschlossen/ Am 20. Januar 2020 fand der letzte Verhandlungstermin über den TV EntGO-kL in München statt. Gemeinsame PRESSEMITTEILUNG des Kommunalen Arbeitgeberverbands Bayern e.V. und der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft In den seit April 2017 auf Initiative der Bildungsgewerkschaft GEW geführten Tarifverhandlungen wurde in Anlehnung an die geltenden Landesregelungen, aber auch im Lichte kommunaler Sonderregelungen eine moderne Entgeltordnung für kommunale Lehrkräfte in Bayern entwickelt.

Hierdurch ergeben sich konkrete Vorteile für die Beschäftigten:

Dr. Anette Dassau, Stv. Geschäftsführerin des Kommunalen Arbeitgeberverbandes Bayern:

„Die Arbeitgeber begrüßen sehr, dass nunmehr erstmals eine einheitliche Entgeltregelung für alle kommunalen LehrerInnen in Bayern besteht.“

Daniel Merbitz, Mitglied des Geschäftsführenden Vorstands der GEW im Bereich Tarif- und Beamtenpolitik:

„Wir freuen uns, dass wir endlich erreichen konnten, dass der tariflose Zustand bei der Eingruppierung der kommunalen Lehrkräfte beendet ist.“

Anton Salzbrunn (Vorsitzender des GEW Landesverbands Bayern):

„Wir sind in konstruktiver Verhandlungsatmosphäre zu einem guten Ergebnis gekommen. Aber es bleibt unsere Aufgabe, weitere Gehaltsverbesserungen für unsere KollegInnen an den kommunalen Schulen anzustreben.“

Der neue TV EntgO-kL soll am 01. August 2020 in Kraft treten. Es wurde eine Erklärungsfrist bis zum Februar 2020 vereinbart.

Rückfragen gerne an:
Sebastian Jung, Tel. 0911 / 23426742, Mail: sebastian.jung@gew-bayern.de
Sven Thanheiser, Tel. 089 / 530987-40, Mail: thanheiser@kav-bayern.de

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news-350 Sun, 19 Jan 2020 11:00:00 +0100 GEW-Kino: DAS GEHEIME LEBEN DER BÄUME https://www.gew-muenchen.de/aktuell/news/gew-kino-das-geheime-leben-der-baeume/ Basierend auf dem gleichnamigen Bestseller von Peter Wohlleben Die ganze Welt spricht über die Umwelt und hört dabei oft der Natur selbst gar nicht zu. Ein Mann hat sich zur Aufgabe gemacht, das zu ändern, und damit Millionen erreicht. In DAS GEHEIME LEBEN DER BÄUME öffnete uns Peter Wohlleben die Augen über die verborgene Welt des Waldes. Am 23. Januar kommt der Bestseller auf die große Leinwand – ein unterhaltsames Portrait, bildgewaltig und faszinierend. Als Peter Wohlleben 2015 sein Buch „Das geheime Leben der Bäume“ veröffentlicht, stürmt er damit über Nacht alle Bestsellerlisten: Wie der Förster aus der Gemeinde Wershofen hat noch niemand über den deutschen Wald geschrieben. Auf unterhaltsame und erhellende Weise erzählt Wohlleben von der Solidarität und dem Zusammenhalt der Bäume und trifft damit bei seiner stetig wachsenden Lesergemeinde einen Nerv: In Waldführungen und Lesungen bringt er den Menschen diese außergewöhnlichen Lebewesen näher. Wohlleben reist nach Schweden zum ältesten Baum der Erde, er besucht Betriebe in Vancouver, die einen neuen Ansatz im Umgang mit dem Wald suchen, er schlägt sich auf die Seite der Demonstranten im Hambacher Forst. Weil er weiß, dass wir Menschen nur dann überleben werden, wenn es auch dem Wald gut geht – und es bereits Fünf vor Zwölf ist…

Unter der Regie von Jörg Adolph und begleitet von einmaligen Naturaufnahmen von Jan Haft kommt der Bestseller nun ins Kino. Die fesselnde Dokumentation gibt einen faszinierenden Einblick in das komplexe Zusammenleben der Bäume und folgt gleichzeitig Peter Wohlleben dabei, wie er auch außerhalb der Landesgrenzen für ein neues Verständnis für den Wald wirbt. Auf diese Weise entsteht ein ebenso intimes wie humorvolles Porträt

GEW-Screening: Sonntag, 19. Januar 2020, 11.00 Uhr, München City Kino

Wie kommt man an die Karte?

Der Eintritt ist für GEW-Mitglieder und eine weitere Begleitperson frei. Die Begleitperson muss nicht GEW-Mitglied sein. Das Angebot richtet sich ausschließlich an GEW-Mitglieder. Der kostenlose Kinobesuch setzt die Aufnahme in eine Gästeliste voraus. Um eine Kartenreservierung bzw. Eintragung in die Gästeliste zu erhalten, bitten wir um Anmeldung bis 4. Dezember per E-Mail an caroline.kanis(at)gew-bayern.de.
Im Kino liegt die Gästeliste aus. Diejenigen, die auf der Gästeliste stehen, müssen keinen GEW-Ausweis vorzeigen. Alle, die ohne Anmeldung versuchen möchten, Restkarten zu bekommen MÜSSEN an der Kinokasse den GEW-Ausweis vorzeigen. Auch für sie gilt, dass sie eine Begleitperson mitbringen können. Eine Garantie für freie Plätze gibt es für spontan Entschlossene nicht.

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Termine GEW-intern
news-359 Fri, 13 Dec 2019 15:13:38 +0100 Wir kommen wieder! Ballungsraumzulage für Beamtinnen und Beamte - jetzt! https://www.gew-muenchen.de/aktuell/news/wir-kommen-wieder-ballungsraumzulage-fuer-beamtinnen-und-beamte-jetzt/ Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) dankt allen Kolleginnen und Kollegen, die an der Kundgebung am 11.12.2019 vor dem Finanzministerium teilgenommen haben sowie den Organisatoren für ihre gute Arbeit. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), schloss sich dem Aufruf zur Kundgebung am 11.12.2019 um 16.30 Uhr vor dem Finanzministerium am Odeonsplatz in München an und rief alle Beamtinnen und Beamten zur Teilnahme und alle Tarifbeschäftigten zur solidarischen Unterstützung der Kundgebung auf.

Ballungsraumzulage - Jetzt!

Ab dem 01.01.2020 wird für die Tarifbeschäftigten (Angestellten) der Landeshauptstadt München die „München-Zulage“ von derzeit 135 € auf 270 € erhöht. Die oberen Gehaltsgruppen, die bisher keine Zulage erhielten, bekommen ebenfalls ab Jahresbeginn eine Zulage in Höhe von 135 €. Nun steht die berechtigte Forderung der Beamtinnen und Beamten im Raum, dass auch sie wegen der hohen Lebenshaltungskosten eine angemessene Zulage erhalten. Die kommunalen Beamtinnen und Beamten können nur eine Zulage erhalten, wenn der Freistaat Bayern die sogenannte Ballungsraumzulage gewährt und erhöht. Um dieser legitimen Forderung Nachdruck zu verleihen, unterstützte die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) die gemeinsamen Bemühungen der DGB-Gewerkschaften.

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news-353 Wed, 11 Dec 2019 16:30:00 +0100 Ballungsraumzulage - Jetzt! https://www.gew-muenchen.de/aktuell/news/ballungsraumzulage-jetzt/ Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen, die Bildungsgewerkschaft im DGB, die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), schließt sich dem Aufruf zur Kundgebung am 11.12.2019 um 16.30 Uhr vor dem Finanzministerium am Odeonsplatz in München an und ruft alle Beamtinnen und Beamten zur Teilnahme an der Kundgebung auf. Gleichzeitig ruft die GEW alle Tarifbeschäftigten zur solidarischen Unterstützung der Aktion auf. Ballungsraumzulage - Jetzt!

Ab dem 01.01.2020 wird für die Tarifbeschäftigten (Angestellten) der Landeshauptstadt München die „München-Zulage“ von derzeit 135 € auf 270 € erhöht. Die oberen Gehaltsgruppen, die bisher keine Zulage erhielten, bekommen ebenfalls ab Jahresbeginn eine Zulage in Höhe von 135 €.
Nun steht die berechtigte Forderung der Beamtinnen und Beamten im Raum, dass auch sie wegen der hohen Lebenshaltungskosten eine angemessene Zulage erhalten.
Die kommunalen Beamtinnen und Beamten können nur eine Zulage erhalten, wenn der Freistaat Bayern die sogenannte Ballungsraumzulage gewährt und erhöht.
Um dieser legitimen Forderung Nachdruck zu verleihen, unterstützt die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Bayern die gemeinsamen Bemühungen der DGB-Gewerkschaften.

GEMEINSAM SIND WIR STARK UND DURCHSETZUNGSFÄHIG! Die GEW!

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Termine extern
news-360 Mon, 09 Dec 2019 11:00:00 +0100 Was lange währt, wird endlich gut…? TV EntgO-kL Bayern https://www.gew-muenchen.de/aktuell/news/was-lange-waehrt-wird-endlich-gut-tv-entgo-kl-bayern/ Tarifverhandlungen zur Eingruppierung der kommunalen Lehrkräfte in Bayern auf einem guten Weg München: – Am 9. Dez. 2019 fand die fünfte Verhandlungsrunde zwischen der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und dem Kommunalen Arbeitgeberverband Bayern (KAV) im Münchner DGB Haus statt.

Vor Eintritt in die Verhandlungsrunde beriet die Verhandlungskommission ihre Vorgehensweise. Eine Woche zuvor hatte die Arbeitgeberseite der GEW ein Arbeitspapier zugesandt. Dieses Arbeitspapier wurde bewertet und die Vor- und Nachteile nochmals intensiv diskutiert. Bereits am Wochenende zuvor hatte die GEW-Landestarifkommission ihre Positionierung dazu vorbereitet. Um 11 Uhr trafen sich dann die Vertreter der Tarifvertragsparteien. Nach einer kurzen Begrüßung wurde sogleich in die Materie eingestiegen. Dabei wurden zunächst die größeren Widersprüche, die im Vorfeld kommuniziert worden waren, angesprochen. Bereits hier wurde deutlich: Beide Verhandlungsseiten hatten sich deutlich angenähert. Nur in einigen wenigen, aber sehr wichtigen Aspekten bestand noch Klärungsbedarf. Daher wurden die Verhandlungen zwar kontrovers, aber auch fair geführt.

Die Anerkennung von Lehrbefähigungen, Beförderungswartezeiten und Bewährungsaufstiegen wurden dabei intensiv besprochen. „Besonders die Eingruppierungen von sogenannten Nichterfüllern wie zum Beispiel den unterrichtenden Sozialpädagogen an den Fachakademien sind uns sehr wichtig!“ betonte der GEW-Landesvorsitzende Anton Salzbrunn und machte dazu konkrete Vorschläge, wie eine Höhergruppierung machbar wäre. „Es kann nicht angehen, dass zum Beispiel unterrichtende Sozialpädagog*innen schlechter gestellt werden als Kitaleiter*innen,“ unterstützte ihn eine davon betroffene Kollegin der Verhandlungskommission. Bereits vor der Mittagspause stellten beide Seiten fest, dass eine Tarifeinigung zum nächsten Verhandlungstermin am 20. Januar denkbar wäre, wenn die bestehenden Unstimmigkeiten noch ausgeräumt werden. In getrennten Beratungen am Nachmittag wurden die Ergebnisse vom Vormittag intern bewertet. Im Anschluss daran wurden gemeinsam die geeinten Punkte und die Differenzen, beispielsweise bezüglich einiger Eingruppierungsfragen, zusammengefasst. GEW und KAV biegen bei Verhandlungen auf die Zielgerade ein Nachdem sich gezeigt hatte, dass die Verhandlungen auf einem guten Weg sind, wurden bereits Laufzeiten und der Termin des Inkrafttretens des Tarifvertrages in den Blick genommen.

Der GEW-Verhandlungsführer Daniel Merbitz bewertet die Verhandlungen durchweg positiv: „Ich gehe davon aus, dass die Differenzen bis zur nächsten Verhandlungsrunde am 20. Januar ausgeräumt werden können. Neben der redaktionellen Arbeit können auch die noch unterschiedlichen Positionen intensiv diskutiert und für die Verhandlungsrunde vorbereitet werden. Ich bin guter Dinge, dass wir zu Beginn nächsten Jahres Nägel mit Köpfen machen! Dies hängt natürlich auch von der Bereitschaft der Arbeitgeberseite ab, sich noch ein wenig zu bewegen.“

Der bayerische GEW-Vorsitzende Anton Salzbrunn ergänzt: „Beharrlichkeit zahlt sich aus. So wie es aussieht, biegen wir in die Zielgerade ein!

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news-337 Tue, 15 Oct 2019 13:30:00 +0200 Nachruf auf Wolfgang Graf 27.2.1926 - 18.9.2019 https://www.gew-muenchen.de/aktuell/news/gew-trauert-um-wolfgang-graf/ Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen, am 19. September 2019 verstarb Wolfgang Graf, geb. am 27.02.1926. Wolfgang Graf war einer der ersten Vorsitzenden der GEW München und hat in seiner 12-jährigen Amtszeit ab 1951 die Anfangsjahre der GEW München und Bayern entscheidend mitgeprägt. Bildungs- und schulpolitisch hat er im Bildungswesen in München Maßstäbe gesetzt, vor allem im Aufbau und Ausbau von Einrichtungen des zweiten Bildungsweges.

In tiefer Anteilnahme und stillem Gedenken
Der Vorstand der GEW München

Wir trauern um Wolfgang Graf
(27.2.1926 - 18.9.2019)

Seit den 1990er-Jahren nahm Wolfgang Graf – nach langer Unterbrechung – an jeder Mitgliederversammlung der GEW München teil. „Gehört hat er zuletzt nichts mehr“, erzählt sein Sohn Jockel Graf. Dieses Mal wird er fehlen und sein Platz frei bleiben.

Ein nur stiller Zuhörer, als den ich Wolfgang Graf seit meiner Mitgliedschaft persönlich kennengelernt habe, war Wolfgang Graf nicht. Dies berichten sein Sohn und seine Weggefährt*innen, die mit ihm als „einen unbequemen und unverzichtbaren Mitstreiter“ z. B. im Archiv der Münchner Arbeiterbewegung auch seit Ende des letzten Jahrtausends zusammenarbeiteten. Und liest man die akribisch recherchierte Geschichte seines und des Lebens seines Vaters Otto Graf, hält man eine Dokumentation zweier Münchner Leben in bewegter Zeit in der Hand. Es ist die Geschichte eines Zeitzeugen, der zum Erinnern auffordert.

Politisch und persönlich geprägt wurde Wolfgang Graf schon in frühen Jahren in seinem Elternhaus. Sein Vater, der Schriftsteller und Journalist Otto Graf, KPD-Abgeordneter im Bayerischen Landtag, dann Mitarbeiter in der SPD, später USPD, wurde im Faschismus mit Berufsverbot belegt. Seine Frau Kathinka Graf hielt die Familie mit Putzjobs über Wasser und der junge Wolfgang fungierte als Kurier und übermittelte Dokumente zwischen seinem Vater und anderen politisch Verfolgten.

Sprach man Wolfgang Graf auf seine Erfolge im Bildungswesen nach 1945 an, tat er sie mit einer lässigen Handbewegung ab: Von 1950 bis 1967 war er als Lehrkraft in Englisch und Französisch und dann bis 1969 als stellvertretender Schulleiter an der Abendrealschule, der heutigen Franz-Auweck-Abendschule, tätig. Anschließend war er bis 1987 Studiendirektor und stellvertretender Schulleiter am Abendgymnasium München. Er baute maßgeblich den zweiten Bildungsweg auf, war bis zu seiner Pensionierung Vorsitzender der Direktoren der Einrichtungen des zweiten Bildungsweges auf Bundesebene. Von 1960 bis 1983 organisierte er darüber hinaus in der gleichen Abteilung den Lehrer*innen- und Schüler*innenaustausch, vor allem nach Israel und Ägypten. „In den Jahren 1970 bis 1985 war er Mitglied im Vorstand des Rings der Direktoren der Abendgymnasien der Bundesrepublik und hier stellvertretender und geschäftsführender Vorsitzender“, rundet Günther Gerstenberg vom Archiv der Arbeiterbewegung das umtriebige Berufsleben des Wolfgang Graf ab.

1951 trat Wolfgang Graf als Mitglied Nr. 37 ganz selbstverständlich der GEW München bei. Er professionalisierte die damals noch junge Gewerkschaft und entfaltete so ihre schul- und gewerkschaftspolitische Wirksamkeit mit Erfolg. In seiner Zeit als Vorsitzender von 1955 bis 1970 wuchs der Stadtverband München auf 700 Mitglieder.

Die 68er brachten neue Themen und Auseinandersetzungen in die GEW, die Wolfgang Graf „befremdlich“ fand. Er zog sich zurück, bis sein Sohn Jockel Graf 1989 die Geschäftsführung übernahm.

Wolfgang Graf verstarb am 18. September 2019, sein Platz auf der Mitgliederversammlung bleibt nun leer, sein Leben und Wirken in der GEW und darüber hinaus aber unvergessen.

von Siri Schultze

Geschäftsführerin der GEW Stadtverband München

Literaturempfehlungen:

  • Pilwousek, Ingelore (Hrsg.): Leben in bewegter Zeit. 1900 – 2000. Otto und Wolfgang Graf. Alliteraverlag, 2003
  • Pilwousek, Ingelore (Hrsg.): Verfolgung und Widerstand. Das Schicksal Münchner Sozialdemokraten in der NS-Zeit. Volk Verlag, 2012
  • Artikel in der GEW-Mitgliederzeitung zu Wolfgang Grafs 75. Geburtstag

Nachruf von Günther Gerstenberg: Erinnerung an Wolfgang Graf

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news-336 Mon, 07 Oct 2019 16:55:00 +0200 Tarifverhandlungen zur Eingruppierung der Lehrkräfte an kommunalen Schulen werden fortgesetzt. https://www.gew-muenchen.de/aktuell/news/tarifverhandlungen-zur-eingruppierung-der-lehrkraefte-an-kommunalen-schulen-werden-fortgesetzt/ Bildungsgewerkschaft GEW zeigt sich zuversichtlich. München. – Am 7. Oktober findet die nächste Verhandlungsrunde zwischen der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und dem Kommunalen Arbeitgeberverband Bayern (KAV) in München statt. Im März hatte der KAV die Verhandlungen kurzfristig abgesagt, weil die GEW am Verhandlungstag zu einer Kundgebung aufgerufen hatte. Auf Gewerkschaftsseite und bei den betroffenen Lehrkräften hatte dies Kopfschütteln ausgelöst, gehören Kundgebungen doch zum tarifpolitischen Alltag. Nach einem Wechsel an der Spitze des KAV setzen die Lehrkräftegewerkschaft und der Kommunale Arbeitgeberverband nun ihre Verhandlungen fort.
Die DGB-Gewerkschaft GEW geht davon aus, dass konstruktiv verhandelt wird. Schließlich stehen im März 2020 Kommunalwahlen in Bayern an! „Da kann es nur im Interesse der Arbeitgeber – das sind die bayerischen Kommunen – sein, das Thema rechtzeitig vor der heißen Wahlkampfphase abzuräumen“, so die Einschätzung von Anton Salzbrunn, GEW-Chef in Bayern. „Hinzu kommt, dass die Kommunen in Zeiten des Lehrkräftemangels bei der Gewinnung von Lehrkräften in Konkurrenz zum Freistaat Bayern stehen. Dies betrifft zum Beispiel die kommunalen Berufsschulen.“

Die GEW fordert eine bessere Eingruppierung für die rund 3.500 angestellten Lehrkräfte der Kommunen. Auch für die Seiten- und Quereinsteiger, die aufgrund anderer beruflicher Qualifizierungen meist schlechter eingruppiert sind als ihre voll ausgebildeten Kolleg*innen, soll eine faire Lösung gefunden werden.

Für Rückfragen wenden Sie sich gern an Anton Salzbrunn, Tel. 0176 / 65 54 40 36 oder 089 / 54 40 81 – 0

Die Pressemitteilung Nr. 22 vom 4. Oktober 2019 zum Download: https://www.gew-bayern.de/2019pm22

WEITERE INFORMATIONEN auf unserer L-EGO-Schwerpunktseite.

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news-327 Sun, 11 Aug 2019 13:43:00 +0200 NEU!!! - Newsletter und Betriebsgruppe für LHM-Kitas https://www.gew-muenchen.de/aktuell/news/neu-newsletter-und-betriebsgruppe-fuer-lhm-kitas/ Mit einem Newsletter meldet sich der AK Kita/LHM erstmals zu Wort. Der Arbeitskreis ist eine Initiative verschiedener bei der Stadt München beschäftigter GEW-Kolleg*innen. Er hat das Ziel der großen Gruppe städtischer Erzieher*innen ein spezielles Organisationsangebot der GEW zu machen. Den aktuellen Newsletter findet ihr hier und das erste große, gemeinsame Treffen ist folgendermaßen angesetzt:.

Treffen zur Gründung der LHM-Betriebsgruppe KITA

am 18. September 2019,

um 17.30 Uhr im Gewerkschaftshaus (DGB-Haus)

in der Schwanthalerstr. 64, 80336 München

 

Die momentanen Ansprechpartner*innen findet ihr auf der letzten Seite unseres aktuellen Newsletter.

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news-326 Sun, 11 Aug 2019 13:41:00 +0200 GEW trifft bildungspolitische Vertreter*innen der Landtagsfraktion der SPD https://www.gew-muenchen.de/aktuell/news/gew-trifft-bildungspolitische-vertreterinnen-der-landtagsfraktion-der-spd/ Anknüpfend an die vorangegangenen Treffen mit Vertreter*innen der CSU (am 21.05.2019) und Vertreterinnen der Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen (am 06.06.2019) traf sich eine GEW-Delegation mit den bildungspolitischen Vertreter*innen der SPD-Landtagsfraktion am 11.07.2019 im Bayerischen Landtag, um ins Gespräch zu kommen und bildungspolitische Grundpositionen auszutauschen. (vgl. DDS Juli/August 2019, S. 20) In dem etwas über eine Stunde andauernden Gespräch, das von Bernhard Baudler für die GEW Bayern angebahnt und vorbereitet wurde, ging es unter anderem um die katastrophale Personalsituation an den Grund-Mittel- und Förderschulen Bayerns und über die zunehmende Arbeitsbelastung und Arbeitsverdichtung an Gymnasien und Realschulen. Weitere Themen waren wie in den Gesprächen mit der CSU und den Bündnisgrünen die von der GEW geforderte Eingangsbesoldung A 13 auch für Lehrkräfte an Grund-, Mittel- und Förderschulen, das Beenden des Befristungsunwesens, Ganztag und Digitalisierung. Breiteren Raum nahmen im Dialog die sich verschärfenden Arbeitsbedingungen an den Kitas, besonders in den Ballungsräumen, ein. Ebenso ging es in dem Treffen um die bevorstehende Tarifrunde für den Sozial- und Erziehungsdienst und um das sogenannte Gute-Kita-Gesetz.

Beim intensiven Gedankenaustausch zeigte sich, dass es zwischen SPD und GEW viele übereinstimmende Positionen gibt. Davon ausgehend war man sich einig, die Gespräche zu einzelnen Themenbereich in weiteren Gesprächsrunden zu vertiefen und in Sachfragen intensiver zu kommunizieren bzw. enger miteinander zu kooperieren.

Im Anschluss an ein gemeinsames Gruppenfoto wurde der in der offiziellen Runde aufgenommene Gesprächsfaden im zwanglosen Gesprächen im Foyer des Landtagsgebäudes fortgeführt.

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news-325 Sun, 11 Aug 2019 13:31:00 +0200 SPD-Stadtratsfraktion lädt Gewerkschaften, Betriebs- und Personalräte https://www.gew-muenchen.de/aktuell/news/spd-stadtratsfraktion-laedt-gewerkschaften-betriebs-und-personalraete/ Die SPD-Stadtratsfraktion hatte für den 27.06.2019 die Gewerkschaften sowie Betriebs- und Personalräte zu einem Empfang in die „Grütznerstube“ im Bratwurtsglöckl am Dom am Frauenplatz 9 in München eingeladen. Der Einladung der SPD-Stadträte Simone Burger (DGB-Kreisverbandsvorsitzende) und Horst Lischka (Erster Bevollmächtigter der IG Metall München) waren von Seiten der GEW München Anna Seliger, Michael Hatala und Mathias Sachs gefolgt. Zunächst berichteten Simone Burger und Horst Lischka aus der Arbeit der SPD-Stadtratsfraktion und welche Herausforderungen die Landeshauptstadt München durch das Bevölkerungswachstum zu meistern hat. Dabei standen der Ausbau des ÖPNV und die Schaffung bezahlbaren Wohnraums im Mittelpunkt. Anschließend berichteten die anwesenden Vertreter*innen aus den verschiedenen Betriebsräten (z.B. BMW, DHL, MVV), städtischen Personalräten und den Einzelgewerkschaften aus ihrer Tätigkeit und mit welchen Problemlagen und Fragestellungen sie derzeit befasst sind. Bei bayerischer Hausmannskost und kühlenden Getränken kamen die GEW-Kolleg*innen mit weiteren anwesenden SPD-Stadträten wie Alexander Reissl, Bettina Messinger, Jens Röver und Verena Dietl und vor allem mit ver.di-Kolleg*innen aus städtischen Personalräten, wie Klaus Augustin und Roland Groß ins Gespräch, tauschten Gedanken und Positionen aus. Der SPD-Fraktionsvorsitzende, Alexander Reissl, sagte zu auf den aus der GEW vorgetragenen Wunsch zu, dass die SPD auch mit den Einzelgewerkschaften im DGB in bilaterale Gespräche eintreten will, um den Austausch zu intensivieren.

Besonderes Interesse an der Situation im Bereich der Kitas und den städtischen Schulen sowie an den laufenden Tarifverhandlungen zur Eingruppierung der tarifbeschäftigten Lehrkräfte bei den Kommunen zeigte Verena Dietl - stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Sprecherin im Sportausschuss, stellv. Sprecherin im Kinder- und Jugendhilfeausschuss - im entspannten und von Kollegialität geprägten Gespräch mit Anna Seliger, Michael Hatala und Mathias Sachs (siehe Foto).

Beim Empfang der SPD-Stadtratsfraktion am 27.06.2019 (v.l.n.r.) Verena Dietl (SPD Stadtratsfraktion München), Michael Hatala, Mathias Sachs und Anna Seliger (alle GEW München)

von Mathias Sachs - Sprecher im GEW Stadtverband München - Vorstandsmitglied im Gesamtpersonalrat der LHM

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news-320 Mon, 08 Jul 2019 01:21:58 +0200 Stellenausschreibung: Lehramtskampagne der GEW Bayern am Standort München https://www.gew-muenchen.de/aktuell/news/stellenausschreibung-lehramtskampagne-der-gew-bayern-am-standort-muenchen/ Für die Aktivitäten der GEW an den Hochschulstandorten mit Lehramtsstudiengängen suchen wir zum 1. August zwei neue WerberInnen in München. Die GEW Bayern vergütet zu diesem Zwecke zwei Studentische Hilfskräfte mit jeweils 4 Stunden pro Woche. Der Stundenlohn beträgt bei vier Wochenstunden zur Zeit 16,30 Euro. Die Stellen sind befristet auf die Dauer des Studiums bzw. den Wechsel des Studienortes. Zu den Aufgaben des/der Stelleninhaber*in gehört die Mitarbeit in der Lehramtskampagne der GEW Bayern. Hierzu gehört unter anderem die Teilnahme an den bayernweiten Koordinierungstreffen der Lehramtskampagne (zweimal jährlich, meist in München oder Nürnberg, jeweils einmal eintägig und einmal zweitägig), das Verwalten und Verteilen von Informationsmaterial an den Münchner Hochschulen sowie die Organisation von Informationsveranstaltungen usw.
Einstellungsvoraussetzungen sind u.a.: Immatrikulation an einer Münchner Universität in einem Lehramtsstudium (oder ggf. in einer Gesellschaftswissenschaft) bei möglichst mindestens zwei verbleibenden Hochschulsemestern, die Bereitschaft zur vertieften Einarbeitung in gewerkschaftliche Positionen, Eigeninitiative, Kreativität sowie Kommunikations- und Organisationsgeschick sowie die Mitgliedschaft in der GEW.
Bewerbungen mit den üblichen Unterlagen (Lebenslauf, etc.) bitte bis spätestens 14. Juli 2019 per E-Mail mit dem Betreff „Bewerbung LAW“ an info(at)gew-muenchen.de (max. 5 MB; bitte alle Bewerbungsunterlagen zusammengefasst in einer Datei).
Mehr Infos unter https://www.gew-bayern.de/LaW_Muc_2019
 

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news-319 Mon, 08 Jul 2019 01:10:56 +0200 Die Schuljahreskalender 2019/20 sind da: Jetzt abholen! https://www.gew-muenchen.de/aktuell/news/die-schuljahreskalender-2019-20-sind-da-jetzt-abholen/ Unsere bekannten Schuljahres-Taschenkalender können auch beim Sommerfest abgeholt werden. Wer es nicht zum Sommerfest schafft, kann sich die Kalender in der Geschäftsstelle der Münchner GEW abholen oder bei Bedarf bestellen unter mailto:info(at)gew-muenchen.de

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news-317 Tue, 07 May 2019 08:00:00 +0200 Lehrer*Innen halten zu Schüler*Innen! Auch beim Abitur! https://www.gew-muenchen.de/aktuell/news/lehrer-innen-halten-zu-schueler-innen-auch-beim-abitur/ Der Vorstand der GEW München hat mit Verwunderung die Diskussion über das diesjährige Matheabitur verfolgt. In den Medien werden Vertreter des bayerischen Philologenverbandes so zitiert, dass es zum jetzigen Zeitpunkt nicht angebracht sei, über das Niveau des Abiturs zu diskutieren. Man sei zurecht stolz auf den hohen Anspruch des bayerischen Abiturs und man „sollte mehr als nur rezeptartige Reproduktionstechniken beherrschen“.

Die GEW München befürchtet, dass in dieser Diskussion der Eindruck entsteht, dass Lehrkräfte zwar Verständnis für die Interessen von Schüler*innen zum Ausdruck bringen, in Wahrheit diesen aber völlig desinteressiert gegenüberstehen. Die aller meisten Lehrkräfte sind Lehrer*in aus Überzeugung geworden: Mit einem vertieften Mathematikstudium findet man in Zeiten des Fachkräftemangels deutlich besser bezahlte „Jobs in der Wirtschaft“ ohne die Nächte mit Korrekturen zu verbringen. Viele Kolleginnen und Kollegen sind verärgert über den Zeitdruck bei den Korrekturen und die zunehmend fordernde Haltung „von Oben“. Dennoch wird die Abiturprüfungszeit überwiegend als Bereicherung empfunden: Man arbeitet mit den Schüler*innen zusammen „auf das Abitur hin“, man ist gefühlt nicht mehr der „Benoter“, sondern der Helfer.

Es befremdet, wenn bereits am letzten Wochenende Vertreter eines Lehrerverbands öffentlich positive Einschätzungen zu den Abituraufgaben abgeben, während das dafür eigentlich zuständige Kultusministerium erst diesen Montag anfing, die Abituraufgaben zu prüfen.
Im Übrigen ist nach unserer Erfahrung nicht nur fehlende Eignung oder fehlender Leistungswille ursächlich für schulischen Misserfolg. Gerade in München erwarten Eltern und Schüler*Innen von teuren Crashkursen, dass sie Aufgaben des Schulsystems übernehmen. Diese Kurse können sich aber nicht alle Münchnerinnen und Münchner leisten! Um das auszugleichen, haben manche Lehrkräfte mit ihren Kursen nach der Schule und in den Osterferien zusätzlich nochmal freiwillige Übungseinheiten abgehalten. Dabei befinden sie sich dann auch noch in einem rechtlichen Graubereich, für den Fall z.B., dass dieser kostenlose Zusatzunterricht dann als unzulässiger Privatunterricht ausgelegt würde.

Auch stellt sich die Frage, ob das einst gelobte G8 die Fokussierung mancher Schüler*Innen auf Reproduktionsaufgaben nicht selbst maßgeblich mitverursacht hat. Bereits zu Beginn des G8 wurden Befürchtungen laut, dass sich Schüler*Innen gefühlt dazu genötigt sehen, kurzfristig „Prüfungskompetenzen“ zu erwerben statt „das Verstehen“ in den Vordergrund zu stellen.
Was wirklich wichtig wäre, ist seit langem klar: kleinere Klassen, zusätzliche Intensivierungsstunden und ein ausgewogenes Oberstufensystem für das neue G 9! Statt an den verpflichtenden Abiturprüfungen in Mathematik, Deutsch und Fremdsprache festzuhalten, sollten den Schüler*innen Wahl- und Vertiefungsmöglichkeiten gegeben werden.

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news-313 Wed, 17 Apr 2019 00:00:00 +0200 Infos für Lehrer*innen zum Umgang mit Fridays-For-Future-Protesten https://www.gew-muenchen.de/aktuell/news/infos-fuer-lehrer-innen-zum-umgang-mit-fridays-for-future-protesten/ Ein neuer Infobrief der GEW München für Lehrer*innen beantwortet die wichtigsten Fragen und Antworten im Umgang mit den wöchentlchen Fridays-For-Future-Protesten. Informationen zur Frage, ob Schüler*innen während der Unterrichtszeit an politischen Demonstrationen teilnehmen können, sollen helfen die aktuell laufenden Debatten in den Münchner Schulen zu versachlichen. Es werden außerdem Vorschläge unterbreitet, wie Schulen und Lehrer*innen das Anliegen von Fridays-For-Future im Rahmen des Unterrichts thematisieren können. Auch nach mehreren Monaten beteiligen sich hunderte Schüler*innen regelmäßig an den freitäglichen Protesten in München. Zu bestimmten Aktionstage kommen sogar tausende junger Demonstrant*innen. Sie alle zeigen ihr „Verantwortungsbewusstsein für Natur und Umwelt“, welches in der Bayerischen Verfassung und im Erziehungs- und Unterrichtsgesetz als Ziel formuliert ist. Die GEW kritisiert, dass dieses Unterrichtsziel bisher zu wenig Raum in den Schulen findet. Die Bildungsgewerkschaft wiederspricht der Haltung, dass Ordnugsmaßnahmen das erste Mittel im Umgang mit den Schüler*innen ist, die Freitags dem Unterricht fern bleiben und verweißt auf das Versammlungsrecht und auf die Möglichkeit gemeinsame Lösungen innerhalb einer Schule zu finden. Der Infobrief lässt sich hier herunterladen: LINK

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news-312 Fri, 22 Mar 2019 08:00:00 +0100 TV EntgO-L Bayern: Bildungsgewerkschaft über Verhandlungsabsage irritiert! https://www.gew-muenchen.de/aktuell/news/tv-entgo-l-bayern-bildungsgewerkschaft-ueber-verhandlungsabsage-irritiert/ Kommunale Arbeitgeber sollten eigenes Interesse an Tarifvertrag haben! Die GEW Bayern zeigte sich über die kurzfristige Absage der 4. Tarifverhandlung durch den Kommunalen Arbeitgeberverbands (KAV) Bayern enttäuscht! Allein aus eigenem Interesse sollten die Arbeitgeber zügig an den Verhandlungstisch zurückkehren, denn der Fachkräftemangel ist auch bei den kommunalen Lehrkräften bereits angekommen. Was die Bildungsgewerkschaft dabei verwundert, sind die teilweise irreführenden Aussagen der Arbeitgeber, die sie in ihrem Schreiben veröffentlichen. Dazu der GEW-Landesvorsitzende Anton Salzbrunn: „Ein Eingruppierungstarifvertrag für Lehrkräfte beim Land existiert bereits und mit der deutlichen Erhöhung der sog Angleichungszulage wurde ein weiterer Schritt zur Paralleltabelle unternommen. Warum die Arbeitgeber nun die kommunalen Verhandlungen als „naturgemäß ergebnislos" bezeichnen, erschließt sich uns nicht!"

Für die GEW erweckt die kurzfristige Absage viel mehr den Eindruck, dass die Verhandlungsführer der Arbeitgeber kein Interesse an einer schnellen und guten Lösung für die Beschäftigten haben. Das ist aus mehreren Gründen überraschend.Der GEW-Verhandlungsführer Daniel Merbitz zur aktuellen Situation: „
Wir sind sehr enttäuscht über die Absage der Arbeitgeberseite und interpretieren diese als Hinhaltetaktik. Es ist schade, dass der KAV die Zeichen der Zeit nicht erkennt und seine Blockadehaltung erneuert. Eiszeit im Frühling ist keine angemessene Reaktion auf Lehrkräftemangel!"

Die GEW wird nun angemessen auf die Absage der Arbeitgeber reagieren und kündigt schon jetzt an, weiter sachlich und professionell das Gespräch mit der Arbeitgeberseite führen zu wollen.

Weitere Informationen finden Sie im aktuellen Tarifinfo Nr. 10:
www.gew-bayern.de/bayern/TVoeD/20190322_Tarifinfo_L_EntgO_Bayern_10.pdf

Für Rückfragen wenden Sie sich gerne an
Herrn Sebastian Jung, Tel.: 0160-6972565 oder Mail: sebastian.jung(at)gew-bayern.de

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news-310 Sun, 03 Mar 2019 10:00:00 +0100 Abschluss bei den Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienste der Länder https://www.gew-muenchen.de/aktuell/news/abschluss-bei-den-tarifverhandlungen-fuer-den-oeffentlichen-dienste-der-laender/ Drei Tage – so lange haben sich die bis zuletzt zähen Verhandlungen mit den Arbeitgebern hingezogen. Am Ende steht: insgesamt 8 Prozent mehr für die Beschäftigten. Für Lehrkräfte und Erzieherinnen im TV-L gibt es Besonderheiten. Als „ordentlichen Abschluss“ hat die GEW das Tarifergebnis für die im öffentlichen Dienst der Länder Beschäftigten bezeichnet. Die Gehälter steigen in drei Schritten um 8 Prozent, darin enthalten ist eine soziale Komponente von 240 Euro über die Vertragslaufzeit von 33 Monaten. Der Verdienst von Berufsanfängern wird überproportional erhöht. „Mit der Einigung in mehreren komplexen Themenbereichen auf ein Gesamtpaket haben Gewerkschaften und Arbeitgeber gezeigt, dass sie ihrer gesellschaftspolitischen Verantwortung gerecht geworden sind. Das Ergebnis stärkt die Attraktivität des öffentlichen Dienstes“, sagte die GEW-Vorsitzende Marlis Tepe am Samstag in Potsdam nach Abschluss der Tarifverhandlungen.

Als Teil des Pakets gebe es über die Gehaltssteigerungen hinaus Verbesserungen für viele Lehrkräfte. „Die Angleichungszulage der angestellten Lehrerinnen und Lehrer erhöht sich um 75 auf 105 Euro. Damit ist ein wichtiger Schritt in Richtung Paralleltabelle getan - auch wenn sich die GEW noch mehr gewünscht hätte. Aber jetzt gibt es eine verbindliche Vereinbarung über den Weg, wie die Paralleltabelle endgültig erreicht wird“, sagte Tepe.

Die Gewerkschaften konnten sich zudem bei einem zentralen Thema in der Tarifrunde durchsetzen: Die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienste der Länder arbeiten ab dem 1. Januar 2020 zu den gleichen Gehaltsbedingungen wie ihre Kolleginnen und Kollegen in Bund und Kommunen. Das bedeutet für die Beschäftigten deutlich mehr Geld im Portemonnaie. „Das ist ein deutliches Zeichen der Anerkennung der gesellschaftlich wichtigen Arbeit, die Erzieherinnen sowie Sozialarbeiter und  Sozialpädagogen leisten“, so Tepe.

Die kommunalen Eingruppierungsvorschriften und die besondere Entgelttabelle für den Sozial- und Erziehungsdienst (S-Tabelle des TVöD) werden in den Tarifvertrag der Länder (TV-L) übernommen. Diese Tabelle hat andere Entgeltgruppen, andere Werte und andere Stufenlaufzeiten. Sie bringt für alle großen Beschäftigtengruppen im Sozial- und Erziehungsdienst Verbesserungen. Weitere Infos gibt die GEW in den Fragen und Antworten zum Tarifabschluss.

Der Tarifabschluss zusammengefasst:

  • Rückwirkend zum 1. Januar 2019: 3,2 Prozent (inkl. Mindestbetrag 100 Euro)
  • Ab 1. Januar 2020: 3,2 Prozent (inkl. Mindestbetrag 90 Euro)
  • Ab 1. Januar 2021: 1,4 Prozent (inkl. Mindestbetrag 50 Euro)
  • Darin enthalten sind außerdem größere Erhöhungen der Stufe 1: 4,5 Prozent zum 1. Januar 2019, 4,3 Prozent zum 1. Januar 2020 sowie 1,8 Prozent zum 1. Januar 2021
  • Das sind insgesamt 8 Prozent bei 33 Monaten Laufzeit des Tarifvertrags.
  • Erhöhung der Angleichungszulage für angestellte Lehrkräfte von bisher 30 auf 105 Euro.
  • Angleichung der Gehälter im Sozial- und Erziehungsdienst der Länder an das Niveau von Bund und Kommunen
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news-301 Thu, 14 Feb 2019 23:30:00 +0100 Warnstreik am 14. Februar 2019 im TV-L https://www.gew-muenchen.de/aktuell/news/warnstreik-am-14-februar-2019-im-tv-l/ Knapp 300 Kolleg*innen verliehen vor dem Schloß Nymphenburg bei Königswetter ihrer Forderung nach mehr Lohn Nachdruck. Warnstreik am 14. Februar 2019 und Kundgebung vor dem Nymphenburger Schloss.

... weiter gehts hier.

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news-297 Fri, 01 Feb 2019 16:37:00 +0100 GEW-Kollegen schulen in dreitägigem Seminar vierzehn neugewählte Personalräte aus mehreren städtischen Schulen https://www.gew-muenchen.de/aktuell/news/gew-kollegen-schulen-in-dreitaegigem-seminar-vierzehn-neugewaehlte-personalraete-aus-mehreren-staedtischen-schulen/ München, DGB-Haus: Am 01.02.2019, 04.02.2019 und 05.02.2019 fand die inzwischen vierte Personalräte-Grundschulung des GEW Stadtvorstandes München für neugewählte Personalräte statt. Nachdem der GEW-Stadtverband München im Dezember 2016 seine erste eigenständige Grundschulung für neugewählte Personalräte durchgeführt hatte, reagierte der GEW-Stadtvorstand auf die positive Resonanz und die daraus resultierende Nachfrage aus den städtische Dienststellen mit einer weiteren Nachauflage seines Schulungsangebotes. Als Referenten agierten unsere Kollegen Raimund „Hacki“ Münder (Schatzmeister des GEW-Stadtvorstandes), Alexander Lungmus (Stellvertretender Vorsitzender des RPR im RBS / Sprecher im GEW Stadtvorstand) und Mathias Sachs (Vorstandsmitglied im Gesamtpersonalrat der LHM / Sprecher im GEW-Stadtvorstand), die aus dem Erfahrungsschatz ihrer langjährigen Personalratsarbeit schöpften und und profundes Wissen an die „Neuen“ weitergeben konnten. Der im ersten Schulungsblock befassten sich die Personalräte, die dieses Mal aus der FAKS, der WSR, der Anita-Augsburg-BOS und der BS für Rechts- und Verwaltungsberufe kamen, mit dem Aufbau und der Struktur der Landeshauptstadt, mit den verschieden Referaten sowie dem Dienststellenbegriff. Dabei wurden städtische Strukturen mit staatlichen Strukturen verglichen. Anschließend wurden gesetzlichen Grundlagen der Personalvertretung, die allgemeinen Aufgaben des Personalrates, die Beteiligungsrechte und -verfahren dargestellt, erklärt und an Fallbeispielen diskutiert. Alexander Lungmus und Hacki Münder führten durch den Montag und den Dienstag und informierten die neugewählten Personalvertreter*innen über das Beamten-, Tarif- und Schulrecht sowie Fragen zum Gesundheits- und Arbeitsschutz. Ebenso waren an allen Seminartagen die für die praktische Tätigkeit wichtigsten Paragraphen des BayPVG Gegenstand des Programms und wurden natürlich intensiv erörtert. In der Schlussrunde am Dienstag waren sich alle Teilnehmer*innen einig: Die anspruchsvollen Personalräteschulungen der GEW München sind eine Empfehlung wert. Die Gewerkschafter kündigten in Fortsetzung der Grundschulung weitere „Spezialschulungen“ zu ausgewählten personalvertretungsrechtlichen Themen für Kolleg*innen, die als aktive Personalratsmitglieder tätig sind, an. Nachdem bekannt wurde, dass gerade wieder eine der PR-Schulungen läuft, fragten bereits wieder 3 Kolleg*innen aus dem Realschulbereich an, ob es die GEW München nicht noch ein Seminar auflegen könnte.

von Mathias Sachs

- Sprecher im GEW-Stadtvorstand München

- Vorstandsmitglied im Gesamtpersonalrat der Landeshauptstadt München

(Foto: Mathias Sachs / 01.02.2019 / DGB-Haus, Seminarraum T0.001)

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news-298 Wed, 30 Jan 2019 15:46:00 +0100 GEW München informiert Tarifbeschäftigte über Verhandlungsstand https://www.gew-muenchen.de/aktuell/news/gew-muenchen-informiert-tarifbeschaeftigte-ueber-verhandlungsstand/ Am 30.01.2019 trafen sich die beiden Sprecher des GEW Stadtvorstandes München, Alexander Lungmus und Mathias Sachs, mit 25 Kolleginnen im Anton-Fingerle-Bildungszentrum in der Schlierseestraße 47 zu einer zweistündigen offenen Beschäftigtenversammlung. Zusätzlich waren der Einladung der GEW München auch sieben Auszubildende gefolgt. Angeregt und organisiert hatten die Versammlung zwei Werklehrerinnen aus der Städtischen Fachakademie für Sozialpädagogik München (FAKS). Nachdem die GEW am 10.12.2018, einen Tag vor der 3. Verhandlungsrunde zur Eingruppierung kommunaler Lehrkräfte, vor dem Anton-Fingerle-Bildungszentrum mit einer Kundgebung, an der sich etwa 50 Beschäftigte beteiligten, zeigte, dass sie auf eine Mobilisierung hinarbeitet, wollten die Kolleg*innen über den Stand der Tarifverhandlungen, in denen es um eine Lehrkräfteentgeltordnung (EntgO-L) im TVöD geht, informiert werden. Alexander Lungmus und Mathias Sachs, die die GEW München in der beim Landesverband dafür eigens gebildeten Tarifkommission vertreten, informierten die Kolleg*innen zunächst über grundlegende tarifrechtliche Sachverhalte, bevor sie über den bisherigen Verlauf der drei Verhandlungsrunden informierten. In der anschließenden Diskussion und Erörterung von Detailfragen wurde deutlich, dass die Beschäftigten, die trotz ihrer einschlägigen Qualifikationen und langjährigen Berufserfahrungen als sogenannte „Nichterfüller“ definiert und damit deutlich schlechter bezahlt werden, nicht mehr bereit sind, die offenkundigen Benachteiligungs- und Diskriminierungstatbestände hinzunehmen.

Die Teilnehmer*innen aus der FAKS, der Fachschule für Werklehrer, der BS für Ergotherapie und der Fachschule Sozialwesen und Gestaltung kamen, einigten sich darauf, ihre Kräfte zu bündeln und gemeinsam an weiteren Aktionen der GEW München teilzunehmen. Die von einer Kollegin verfasste Protestresolution soll als Grundlage für individuell modifizierte Brandbriefe an die Vertreter der Arbeitgeberseite genutzt werden, um der Forderung nach mehr Entlohnungsgerechtigkeit in Form einer Lehrkräfteentgeltordnung (EntgO-L) im TVöD Nachdruck zu verleihen.

von Mathias Sachs

- Sprecher im GEW-Stadtvorstand München

- Vorstandsmitglied im Gesamtpersonalrat der Landeshauptstadt München


 

(Fotos: Karin Just / 10.12.2018 / Anton-Fingerle-Bildungszentrum München)

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news-296 Wed, 16 Jan 2019 10:00:00 +0100 Tarifkampf 2019 https://www.gew-muenchen.de/aktuell/news/tarifkampf-2019/ Anfang des Jahres 2019 läuft der Tarifvertrag der Länderbeschäftigten TV-L aus. Dieser Beschäftigungsbereich wird auch von der GEW organisiert. Deshalb ist sie in die Tarifverhandlungen, Aktionen und eventuelle Streiks mit weiteren Organisationen eingebunden. Die Bundesmitgliederzeitung hat sich die tarifauseinandersetzung zum Schwerpunkt gemacht und es gibt bereits ein erstes Tarifinfo. In München ist die Geschäftsstelle Ansprechpartner. Es wäre nicht nur schön sondern notwendig wenn sich noch Kolleg*innen zur Unterstützung melden würden.

Hier nun eine Verknüpfung zur E&W, Tarifinfo1 sowie zur TV-L Sonderseite.

Zusätzlich gibt es diesmal auch ein extra Tarifinfo für den Hochschulbereich.

Unsere extra TV-L-Seite findet ihr hier.

 

 

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news-299 Tue, 11 Dec 2018 12:59:00 +0100 Zähe Verhandlungen zur Eingruppierung kommunaler Lehrkräfte https://www.gew-muenchen.de/aktuell/news/zaehe-verhandlungen-zur-eingruppierung-kommunaler-lehrkraefte/ Am 11. Dezember 2018 trafen sich die Vertreter*innen der GEW und des Kommunalen Arbeitgeberverbandes (KAV) Bayern zur dritten Verhandlungsrunde in der Geschäftsstelle des KAV in der Hermann-Lingg-Str. 3 in München. Für die GEW nahmen Daniel Merbitz, Mitglied im geschäftsführenden Vorstand der GEW Bund und zuständig für Tarifarbeit, sowie Dagmar Roselieb, Referentin für Tarifpolitik im Hauptvorstand, und auf bayerischer Ebene Anton Salzbrunn, GEW-Landesvorsitzender, sowie Dr. Doris Zeilinger und Wolfgang Öhmt aus Nürnberg und Alexander Lungmus sowie Mathias Sachs aus München an der Verhandlungsrunde teil. Für den Kommunalen Arbeitgeberverband (KAV) Bayern waren der Geschäftsführer Dr. Armin Augat und die stellvertretende Geschäftsführerin Dr. Annette Dassau sowie der Tarifreferent Sven Thanheiser zugegen. Als Beobachterin der Vereinigung Kommunaler Arbeitgeberverbände (VKA) nahm die Referentin Carola Kiefer an der Verhandlungsrunde teil. Darüber hinaus saßen auch wieder Vertreter*innen der größten bayerischen Kommunen am Verhandlungstisch: Für die Landeshauptstadt München Thomas Eisenkolb aus der Geschäftsleitung des Referates für Bildung und Sport, für Nürnberg Alexandra Kandert vom Personalamt, für Regensburg der Leiter des Amtes für Organisation und Personalentwicklung Thomas Fischer und für Würzburg der Leiter des Fachbereichs Personal des Finanz- und Personalreferates Anton Jakob.

Darüber wurde verhandelt

Diskutiert wurde ein aus zwei Teilen bestehendes Forderungspaket. Der erste Teil enthält Grundsatzforderungen (vgl. Kasten), der zweite Teil Detailforderungen (vgl. Kasten), die bereits in einen Vertragsentwurf eingearbeitet wurden. Ziel der GEW ist die Übernahme der sogenannten Paralleltabelle, bei der der jeweiligen Besoldungsgruppe A die entsprechende Entgeltgruppe E des TVöD zugeordnet wird (z. B. Besoldungsgruppe A 13 = E 13 TVöD). Am Ende soll die Entgeltordnung für die angestellten Lehrkräfte im kommunalen Schuldienst in Bayern in den TVöD einfließen. Dazu verhielten sich die Vertreter*innen der Arbeitgeberseite sehr zurückhaltend, da sie nicht in offene Konkurrenz zum Freistaat Bayern oder zu anderen Bundesländern treten wollen oder treten dürfen. Der KAV Bayern werde hier nicht vorpreschen, meinte Augat dazu.

<Kasten>

Grundsatzforderungen der GEW:

  1. Keine Verschlechterungen für Bestandslehrkräfte, was durch Überleitungsregeln rechtlich fixiert werden soll.

  2. Keine Verschlechterungen für Neueinstellungen im Verhältnis zu den Bestandslehrkräften.

  3. Anerkannte Qualifizierungsmaßnahmen für Seiteneinsteiger*innen anstatt der bisherigen verlängerten Stufenlaufzeiten.

  4. Anerkennung der Berufserfahrung aus vorherigen Arbeitsverhältnissen (ohne zeitliches Limit).

  5. Keine Übernahme von Akkreditierungsregelungen in das angestrebte Tarifvertragswerk, solange nicht alle öffentlichen Hochschulen akkreditiert sind.

Neben den Kernforderungen ging die GEW mit einem Entwurfstext einer Entgeltordnung Lehrkräfte unter dem Geltungsbereich des TVöD in die Verhandlung.

Schwerpunkte des Entwurfs:

  1. Die Eingruppierung der sogenannten „Nichterfüller*innen“ soll

    1. für Beschäftigte ohne Ausbildung für eine Lehrtätigkeit und ohne Qualifizierungsmöglichkeit in E 10 TVöD,

    2. für Meister*innen oder für Beschäftigte mit vergleichbarem Bachelorabschluss in E 11 TVöD,

    3. für Beschäftigte mit Masterabschluss in E 13 TVöD erfolgen.

  2. Den „Nichterfüller*innen“ sollen geeignete Qualifizierungsmaßnahmen eröffnet werden.

  3. Der öffentliche Arbeitgeber soll im Ergebnis der Tarifverhandlungen verpflichtet werden, Nachqualifizierungen anzubieten.

  4. Die Fallgruppe der Heil- und Sozialpädagog*innen soll nach den Vorstellungen der GEW in E 11 TVöD eingruppiert werden.

<Kastenende>

Alle Augen sind auf den TV-L gerichtet

Um die Verhandlungen nicht von vornherein durch unvereinbare Positionen zu erschweren, richteten beide Verhandlungsparteien den Blick auf die anstehenden Tarifverhandlungen der Länder (TV-L), die Anfang 2019 mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) in die nächste Runde gehen. Auch dort wird die GEW u. a. mit ähnlichen Grundsatz- und Detailforderungen in die Verhandlungen gehen und langfristig auf die vollständige Einführung der „Paralleltabelle“ hinwirken.i In der Diskussion zeigte sich darüber hinaus, dass beide Seiten meinen, dass dann auch für die sogenannten „Nichterfüller*innen“ii über eine Direkteingruppierung nachgedacht und verhandelt werden könne.

Unabhängig von den anstehenden TV-L-Verhandlungen wurde abschließend für den 19. März 2019 der nächste Verhandlungstermin vereinbart. Diese vierte Verhandlungsrunde wird auf Einladung der GEW im DGB-Haus am Kornmarkt 5-7 in Nürnberg stattfinden.

von Mathias Sachs

Sprecher des GEW-Stadtvorstandes München
Vorstandsmitglied im Gesamtpersonalrat der Landeshauptstadt München
E-Mail-Kontakt: SachsMathias@aol.com


 

Foto: Foto von Karin von der Aktion

Bildunterschrift:

Einen Tag vor der dritten Verhandlung demonstrierte die GEW vor dem Anton-Fingerle-Bildungszentrum in der Schlierseestraße 47 in München zusammen mit den Beschäftigten aus der Fachakademie für Sozialpädagogik ihre Entschlossenheit.

Foto: Nachbesprechung 4 (002).jpg

Bildunterschrift:

U. a. Dagmar Roselieb, Anton Salzbrunn, Alexander Lungmus und Daniel Merbitz (v.l.n.r.) – hier während der Nachbesprechung – verhandeln für die GEW um die Eingruppierung der kommunalen Lehrkräfte mit dem Kommunalen Arbeitgeberverband (KAV) Bayern.
 

Mathias Sachs

Vgl. Anton Salzbrunn: Tarifrunde Länder 2019. Forderungen mit Aktionen und Warnstreiks unterstreichen. In dieser DDS auf S. 3

Vgl. Tarif-Info Nr.1; Download: gew-bayern.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/l-ego-kommunen/

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news-278 Fri, 27 Jul 2018 12:31:41 +0200 #ausgehetzt-Demo setzt deutliches Zeichen für Menschenrechte https://www.gew-muenchen.de/aktuell/news/ausgehetzt-demo-setzt-deutliches-zeichen-fuer-menschenrechte/ 50.000 Menschen demonstrierten letzten Sonntag in München unter dem Motto: „#ausgehetzt“. Gemeinsam gegen die Politik der Angst!“ Neben über 130 Organisationen riefen auch die GEW Bayern sowie ihre Untergliederungen, der GEW Stadtverband München und die GEW Mittelfranken, dazu auf. Die bayernweite Demonstration „#ausgehetzt“ vom 22.7. in München, zu der neben über 130 Organisationen auch die GEW Bayern sowie ihre Untergliederungen GEW Stadtverband München und GEW Mittelfranken aufriefen, schaffte es schon vor ihrem Start in die Medien. Die CSU im Münchner Rathaus attackierte die beiden Intendanten der Münchner Kammerspiele und des Volkstheaters Matthias Lilienthal und Christian Stückl, die die Demo ebenfalls unterstützten, mit dienstrechtlichen Konsequenzen. Das hilflose Agieren der CSU setzte sich dann in der Nacht vor dem Protestzug fort: Die CSU-Plakataktion gegen die Demonstration entpuppte sich aber eher als Unterstützung.

Menschenrechte und Demokratie verteidigen

Die Demonstration wurde dann trotz heftigen Regens zum Großereignis, das auch seinen Weg in die internationale Presse schaffte (z. B. Washington Post, New York Times, Reuters). 50.000 Menschen folgten dem Aufruf und sprachen sich gegen den massiven Rechtsruck in der Gesellschaft, den Überwachungsstaat, die Einschränkung der Freiheit und die Angriffe auf die Menschenrechte aus. Vier Demonstrationszüge mit eigenen Auftaktkundgebungen wurden abgehalten. Wir, die Gewerkschafter*innen, trafen uns vor dem DGB-Haus zu den Themen Wohnungsnot, Altersarmut, Pflegenotstand und prekäre Arbeitsverhältnisse. Elke Hahn, die Geschäftsführerin der GEW Bayern, sprach in ihrer Rede über den Rechtsruck und machte die Position der GEW nomals deutlich.

Nach unserer Auftaktkundgebung mussten wir über eine Stunde warten, bis wir uns in den überaus langen Protestzug einreihen konnten, der vom Goetheplatz und Bavariaring kam, wo ebenfalls Kundgebungen zur Migration und Asyl sowie zum Polizeiaufgabengesetz stattfanden. Gemeinsam holten wir noch die Menschen, die am Karl-Stützel-Platz für die Gleichbehandlung aller Geschlechter und sexuellen Identitäten eintraten, ab.

Auf dem Königsplatz angekommen wurde der Platz kurzzeitig von einer Seite wegen Überfüllung abgeriegelt. Das Programm der Abschlusskundgebung – politische Reden wechselten mit ebenfalls politischen Konzert- und Programmeinlagen unterschiedlicher Künstler*innen aus Musik und Kabarett ab – beeindruckte sehr viele Demonstrierende, wie auch die Nachbereitung ergab.

Hilflose Reaktionen der CSU auch nach Demo

Die CSU reagierte auch nach der Demo sichtlich verärgert. Nach der Schlusskundgebung postete der ehemalige Kultusminister Dr. Spaenle in Facebook: „Spruch des Tages: der Himmel spendet reichlich seines Lachens Tränen, wenn die verirrten Blumenkinder sich moralisch überlegen wähnen.“ Darunter reihten sich Kommentare aneinander, die die Respektlosigkeit des CSU-Mannes gegenüber den Demonstrierenden kritisierten, sodass Spaenle kurzerhand seinen Eintrag inklusive Kommentare wieder löschte.

Ähnliche kritische Kommentare hagelte es auch unter den CSU-Mitgliedern, die sich der Kampagne #ichbincsu anschlossen. Treffende Worte dafür fand Florian Roth, Fraktionschef der Grünen/Rosa Liste im Münchner Rathaus, auf Facebook: „Natürlich ist es das Recht jeder Partei, sich gegen Angriffe zu wehren und Kritik als überzogen zu bewerten. Sich aber mit dem Hashtag #ichbincsu an jenen Slogan #jesuischarlie anzulehnen, der als Zeichen der Solidarisierung mit der Satirezeitschrift Charlie Hebdo entstand, nachdem ein Großteil der Redaktion bei einem Terroranschlag ermordet wurde, befremdet doch sehr."

von Dorothea Weniger

 

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news-277 Mon, 23 Jul 2018 00:06:33 +0200 Aktion bei Real am Freitag den 13.07.2018 https://www.gew-muenchen.de/aktuell/news/aktion-bei-real-am-freitag-den-13-07-2018/ Der AK Union Busting der GEW München organisierte diesmal eine Protestaktion im Rahmen der bundesweiten Aktionstage. Im July 2018 am Freitag den 13., dem regelmäßigen Aktionstag gegen Arbeitsunrecht, führte der AK Union Busting der GEW München eine kleine Protestaktion gegen Real durch. Vor dem Einkaufszentrum wurde auf die miesen Arbeitsbedingungen und die Bekämpfung der Mitarbeitervertretung aufmerksam gemacht. Unterstützt von ver.di-Kollegen wurden 200 Flugblätter verteilt, die auf sehr positive Resonanz, bis auf einen aggressiven Zwischenfall, stießen. Die Aktion zeigte, dass mitarbeiterfeindliche Machenschaften unter Beobachtung stehen, dass Solidarität auch praktisch wird und dass Union Busting uns alle angeht.

Weitere Infos:

Flyer des AK Union Busting

https://arbeitsunrecht.de/

https://www.youtube.com/watch?v=0cTox_UWySU

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news-275 Fri, 20 Jul 2018 15:22:00 +0200 Lehrerkollege erfolgreich mit der GEW gegen Berufsverbot! https://www.gew-muenchen.de/aktuell/news/lehrerkollege-erfolgreich-mit-der-gew-gegen-berufsverbot/ Die Bildungsgewerkschaft GEW freut sich mit ihrem Kollegen Benedikt Glasl: Er kann als Beamter an der Mittelschule arbeiten. Die Staatsregierung hat nachgegeben. Kollege Glasl hatte sich vor vielen Jahren bei „dielinke.sds“ gegen Studiengebühren engagiert. Nach Einschalten des Landesamts für Verfassungsschutz wollte der Freistaat Bayern nun den Abschluss seiner Ausbildung als Mittelschullehrer verhindern. Bevor am 24. Juli die Klagen mit Unterstützung der GEW Bayern vor Gericht beraten werden sollten, hat die Staatsregierung aufgegeben und alle Forderungen erfüllt: Der junge Lehrer wird bereits zum 1. August auf Widerruf verbeamtet und die Regierung hat die Schadenersatzforderung voll anerkannt. Damit gesteht die CSU-Regierung ein, rechtswidrig und schuldhaft gehandelt zu haben.

Anton Salzbrunn, Vorsitzender der GEW Bayern, sagte heute in München: „Wir müssen die Staatsregierung loben, für ihre späte Einsicht: spät, aber doch.“

Gerd Tersteegen, der Anwalt des Kollegen Glasl, hatte vorrangig einen Beschluss des Bundesverfassungsgerichts geltend gemacht. Die obersten Richter hatten darin bereits festgestellt, dass Ermittlungen von Staatsschutz oder Verfassungsschutz bei einer Zulassung zum Vorbereitungsdienst unverhältnismäßig sind, sie würden vielmehr „die politische Atmosphäre vergiften, das Vertrauen in die Demokratie irritieren und den freiheitlichen Staat diskreditieren.“

Die GEW Bayern lehnt alle Berufs- und Ausbildungsverbote ab. Anton Salzbrunn: „Berufsverbote sind ein klarer Verstoß gegen das Menschenrecht auf Freiheit der Berufswahl aus dem Grundgesetz.“ Zudem fordert die Bildungsgewerkschaft weiterhin, die Verpflichtung zum Ausfüllen des Fragebogens zur Verfassungstreue zu beenden.

(aus:  GEW Bayern Pressemitteilung Nr.22 vom 19. Juli 2018)

Rückfragen gerne an:
Bernhard Baudler, Tel. 089 / 54 40 81 – 21, Mail: bernhard.baudler(at)gew-bayern.de

 

 

 

 

 

 

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news-266 Thu, 10 May 2018 15:00:00 +0200 GEW München bezieht Stellung gegen das neue Polizeiaufgabengesetz https://www.gew-muenchen.de/aktuell/news/gew-muenchen-bezieht-stellung-gegen-das-neue-polizeiaufgabengesetz/ NEIN! sagen - solange es noch erlaubt ist. Kurz vor der Landtagswahl in Bayern und vor dem Hintergrund eines weltweiten Klimas für die reaktionäre und repressive Herangehensweise an gesellschaftliche Fragen, will die Bayerische Staatsregierung aufs Neue der Vorreiter in Sachen autoritärer Staat sein. Es ist zu Befürchten, dass dem weitere Bundesländer folgen und dass das Gesetz als Einladung für den fortgesetzten Abbau von bürgerlich-demokratischen Rechten interpretiert wird.

Mit dem neuen Polizeiaufgabengesetz (PAG) Bayern bekommt der Staat, respektive seine Verfolgungsbehörden, noch weitergehende Möglichkeiten als bisher die demokratische Grundrechte und die persönlichen Rechte des Einzelnen, nach gut Dünken zu ignorieren. Seit der Befreiung vom Faschismus hat es in Deutschland keine polizeilichen Befugnisse in dieser Größenordnung mehr gegeben. Allerdings kann es nicht nur darum gehen den aktuellen PAG-Gesetzentwurf zu verhindern sondern es müssen bereits gültige Gesetze, wie die im letzten Jahr beschlossene Einführung der „drohenden Gefahr“ und der möglichen Unendlichenkeitshaft, zurück genommen werden.

Die größte Gefahr für die demokratische Gesellschaft und den Rechtsstaat geht dabei weniger von der technischen Aufrüstung der Polizei aus als eher von einem Paradigmenwechsel im Verhältnis zwischen Bürger und Staat. Der Staat und seine Organe werden nicht mehr als Vehikel der Gesellschaft verstanden, sondern als ein eigenständiger Organismus, der sich zum Selbstzweck vor allem Möglichen schützen muss. Der Bürger wird als potentieller Feind der herrschenden Ordnung gesetzt und seine Rechte als zweitrangig gesehen. Für die Einstufung als Gefährder*in reichen dann, gemutmaßte, zukünftige, vielleicht eintretende Gefahren – die Unschuldsvermutung kehrt sich in ihr Gegenteil, die Schuldvermutung.

Wenn Menschen auf Grund ihres Gedankenguts verfolgt und auf unbestimmte Zeit weggesperrt werden, wenn Leute eingekerkert werden weil sie unbeteiligt in der Nähe einer Straftat waren, wenn Bürgern rundum überwacht werden, oder wenn geheimdienstlich Daten verändert werden dürfen, dann, ja dann ist die viel bemühte Dystopie des totalitären Staates nicht mehr weit.

Die Gewerkschaften sind davon unmittelbar betroffen. Sie sind die Interessensvertretung der arbeitenden Bevölkerung. Als solche stehen sie der reibungslosen Profitmaschinerie, dem Kern des bürgerlich-kapitalistischen Staates, entgegen. Ihre politische Arbeit steht somit unter dem Vorbehalt der „drohenden Gefahr“. Und die reicht aus, um den Polizeiapparat zuschlagen zu lassen.

Als Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft München organisieren wir Pädagog*innen jeglicher Couleur und wirken politisch auf gute Entwicklungsbedingungen aller hin. Wir sind überzeugt davon, dass von Bestehendem abzuweichen und es zu hinterfragen keine zu bestrafende Ketzerei ist, sondern Entwicklung erst möglich macht. Eine stabile, prosperierende Gemeinschaft erreicht man dauerhaft nicht mit Repression sondern nur mit Solidarität, Freiheit und Gleichheit.

Deshalb, und trotz unserer Kritik am Bestehenden, stellen wir uns vor den liberalen Rechtsstaat, gegen autoritäre Scharfmacher, Reaktion und rechte Menschenfeinde. Und wir rufen alle unsere Mitglieder dazu auf die Proteste gegen das neue PAG Bayern zu unterstützen und darüber hinaus aktiv zu werden.

 

Wehret den Anfängen! Keiner kann behaupten er/sie hätte nichts gewußt!

Beteiligt Euch an der Demonstration am 10. Mai 2018 in München!

 

Weitere Infos: https://www.nopagby.de/

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news-263 Fri, 27 Apr 2018 12:17:52 +0200 Stadtvorstand München. Weiter denken! https://www.gew-muenchen.de/aktuell/news/stadtvorstand-muenchen-weiter-denken/ Das Hotel Seeblick am Pelhamer See hat schon viele GEW-Mitglieder gesehen. Am 23. und 24. März rückte der Stadtvorstand München, der immerhin mehr als 3.600 Mitglieder vertritt, mit einem guten Dutzend Leuten an. Um in Ruhe und gründlich über unsere Arbeit nachzudenken, hat es sich bewährt, in Klausur zu gehen. Muss man dafür in den Chiemgau fahren? Nicht unbedingt. Aber der Blick auf den See und die Kampenwand bei schönem Frühlingswetter trugen in unserem Fall sicher zu noch mehr Arbeitsfreude bei. Dabei wechselte die Beschäftigung mit eher organisatorischen Aufgaben des Stadtvorstandes und Referaten seiner Mitglieder ab.

Seit der letzten Wahl haben wir mit Elisabeth Heberger eine Expertin für Fragen der Inklusion von behinderten Beschäftigten. Wie kann deren Teilhabe besser bzw. überhaupt gewährleistet werden? Die Ludwig-Maximilians-Universität München bietet dazu z. B. ein Training für Lehrende an. Tipp an die GEW: Vor jedem Seminar nachfragen, ob eine Person mit einer Behinderung daran teilnimmt und ob dann Rücksicht auf sie genommen wird.

Ein weiteres Thema war die Situation an den Kitas in München. Anna Seliger berichtete von ihren Gesprächen mit Verantwortlichen in der Stadt, über den Ärger, der mit dem digitalen „Kita-Finder“ verbunden ist, und schlug vor, einen Newsletter ins Leben zu rufen.

Immer wieder nimmt auch das Thema Öffentlichkeitsarbeit und Mitgliederbetreuung bei unserer Vorstandsarbeit Raum ein. Mit welchen Medien und in welcher Form können wir die Münchner GEWler*innen besser und flächendeckend erreichen und informieren? Nach ausführlicher Debatte über Vor- und Nachteile verschiedener Medien will jetzt ein Arbeitskreis ein Konzept entwickeln. Abschließend gab Alfons Kunze, der sich seit Jahren mit dem Thema Bildungsfinanzierung beschäftigt, einen Einblick in den derzeitigen Stand, besser gesagt Missstand.

Die Klausur zeigte, dass weniger Tagesordnungspunkte und genügend Zeit für einzelne Themen zu einer guten und effektiven Arbeitsatmosphäre beitragen. So hat sich dieses Jahr der Wechsel zwischen Arbeit und nötiger Entspannung gut die Waage gehalten. Wir sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden.

von Irene Breuninger

 

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news-261 Wed, 18 Apr 2018 10:00:00 +0200 Tarifabschluss: Im Schnitt rund 7,5 Prozent für die Beschäftigten! https://www.gew-muenchen.de/aktuell/news/tarifabschluss-im-schnitt-rund-7-5-prozent-fuer-die-beschaeftigten/ Drei lange Verhandlungstage waren nötig. Bis zuletzt hatten die Arbeitgeber die Forderungen der Gewerkschaften zurückgewiesen. Am Ende verständigten sich die Tarifparteien auf neue Tabellen. Im Durchschnitt bedeutet das rund 7,5 Prozent mehr Gehalt. Nach einer beeindruckenden Warnstreikwelle begann am Sonntag (15.4.) die dritte Verhandlungsrunde des öffentlichen Dienstes in Potsdam. Das zentrale Thema der Tarifrunde war die Forderung, dass die Gehälter im öffentlichen Dienst in Zeiten von Wirtschaftswachstum, Fachkräftemangel und Rekordsteuereinnahmen deutlicher steigen sollen als in den Jahren zuvor. Das ist im Kern gelungen.

„Mit dem Abschluss wird der öffentliche Dienst gestärkt und attraktiver.“ (Marlis Tepe)
„Im Schnitt werden die Kolleginnen und Kollegen rund 7,5 Prozent mehr Gehalt in der Tasche haben, bei einer Laufzeit von 30 Monaten des Tarifvertrages. Zusätzlich erhalten die Beschäftigten in den unteren Gehaltsgruppen eine Einmalzahlung von 250 Euro“, sagte GEW-Vorsitzende Marlis Tepe nach Abschluss der Verhandlungen am Mittwoch in Potsdam. „Mit dem Abschluss wird der öffentliche Dienst gestärkt und attraktiver. Es ist gelungen die Funktions- und Konkurrenzfähigkeit zu verbessern“, sagte Tepe. Auch GEW-Tarifexperte Daniel Merbitz kommentierte das Verhandlungsergebnis in Potsdam: „Wir hätten uns eine kürzere Laufzeit gewünscht, aber das ist unter dem Strich die höchste Steigerung seit Jahren und ein richtig gutes Ergebnis“.

Damit alle Beschäftigten in einem ausgewogenen Verhältnis von der Tariferhöhung profitieren, haben sich die Gewerkschaften mit den Arbeitgebern darauf geeinigt, in dieser Runde alle Tabellenwerte einzeln anzuheben. Die Erhöhungen folgen dabei drei Leitprinzipien:

Berufseinsteigerinnen und -einsteiger und damit insbesondere junge Menschen erhalten höhere Gehälter (Stufe 1 aller Entgeltgruppen wird überproportional angehoben).
Beschäftige in sozialen, technischen und IT-Brerufen, in denen das Gefälle zur Wirtschaft besonders groß ist, werden besser bezahlt.
Zugleich machen die Kolleginnen und Kollegen mit den unteren Gehältern einen Sprung, weil sie eine Einmalzahlung erhalten erhalten.
Auch bei der Jahressonderzahlung gab es einen Erfolg. Diese werden für die Beschäftigten in den östlichen Bundesländern schrittweise auf das Westniveau angehoben. „30 Jahre nach der deutschen Einheit wird damit endlich eine unfaire Benachteiligung der Beschäftigen in Ostdeutschland beendet“, kommentierte Tepe das Verhandlungsergebnis.

Wie zuvor beim Bund und im Tarifvertrag der Länder (TV-L) wird die Jahressonderzahlung in vier Schritten über den Zeitraum von vier Jahren angehoben, bis sie 2022 vollständig an das Westniveau angeglichen ist. Der erste Schritt erfolgt 2019 mit einer Anhebung auf 82 Prozent des Westniveaus, 2020 auf 88 Prozent, 2021 auf 94 Prozent und 2022 schließlich 100 Prozent.

GEW-Chefin Tepe wies außerdem darauf hin, dass die GEW einen weiteren Erfolg verbucht habe. „Wir haben die Zusage, dass die GEW mit dem Kommunalen Arbeitgeberverband (KAV) Bayern über eine tarifliche Entgeltordnung für angestellte Lehrkräfte an den kommunalen Schulen verhandeln wird.“ Auf Druck der Bildungsgewerkschaft habe die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) den Weg für Tarifverhandlungen frei gemacht.

Der Tarifabschluss zusammengefasst:

  • Insgesamt 7,5 Prozent bei 30 Monaten Vertragslaufzeit.
  • Mindestens 7,3 Prozent mehr für den Sozial- und Erziehungsdienst.
  • Bis zu 12 Prozent mehr für Einsteigerinnen und Einsteiger (Stufe 1 aller Entgeltgruppen).
  • Überproportionale Steigerung der unteren Entgeltgruppen.
  • Rückwirkend zum 1. März 2018: Im Schnitt 3,19 Prozent mehr.
  • Ab 1. April 2019: Im Schnitt 3,09 Prozent mehr
  • .Ab 1. März 2020: Im Schnitt 1,06 Prozent mehr.Zusätzlich gibt es zum 1. März 2018 für die Entgeltgruppen E 1 bis E 6 sowie S 2 bis
  • S 4  eine Einmalzahlung in Höhe von 250,- Euro.
  • Angleichung der Jahressonderzahlung Ost in vier Schritten.Zusage für Verhandlungen zur Eingruppierung kommunaler Lehrkräfte.

Die Erhöhungen im ausgehandelten Tarifabschluss können in den Entgelttabellen sehr unterschiedlich ausfallen. Die GEW gibt Antworten auf die wichtigsten Fragen zum Tarifabschluss. Erste Infos:
https://www.gew.de/troed2018/fragen-und-antworten/

 

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news-258 Tue, 10 Apr 2018 10:00:00 +0200 Zehntausende im Streik, über 7000 und 9000 Kolleg*innen auf Demos in München und Nürnberg https://www.gew-muenchen.de/aktuell/news/zehntausende-im-streik-ueber-7000-und-9000-kolleg-innen-auf-demos-in-muenchen-und-nuernberg/ Bei sonnigem Wetter und guter Laune trafen sich die GEW-Mitglieder zum Eintragen in die Streiklisten im EineWeltHaus, ganz in der Nähe des Münchner Gewerkschaftshauses. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden Anton Salzbrunn, ging Daniel Merbitz, Leiter des Bereichs Tarif- und Beamtenpolitik beim Hauptvorstand der GEW, mit klaren Worten auf die Forderungen der Gewerkschaften ein  und erreichte die Aufmerksamkeit der Streikenden.

Ein beeindruckender Demozug setzte sich vor dem DGB-Haus in Gang und zog durch die Innenstadt bis zur Kundgebung am Marienplatz, auf dem sich die Beschäftigte aus dem öffentlichen Dienst versammelten und ihren Protest lautstark und in einem farbenfrohen Bild äußerten.

Streikende Eltern wurden von ihren Kindern unterstützt. Die Stimmung unter den GEW-Mitgliedern war gut. Auch angestellte Lehrerinnen und Lehrer traten für ihre Forderung nach einer Eingruppierung der kommunalen Lehrkräfte ein. An Kreativität bei Schildern und Transparenten fehlte es nicht. Sogar der Rathausturm wurde erklommen und erhielt kurzzeitig ein GEW-Fähnchen.

Fotos aus München und Nürnberg

Weitere Infos auch über München hinaus.

Unsere Sonderseite.

 

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news-206 Thu, 22 Mar 2018 18:15:19 +0100 5000 Kolleg*innen im Warnstreik https://www.gew-muenchen.de/aktuell/news/5000-kolleg-innen-im-warnstreik/ Etwa 5000 Beschäftigte aus dem öffentlichen Dienst streikten heute in München für ein besseres Gehalt, darunter ca. ein Fünftel Mitglieder der GEW aus dem Sozial- und Erziehungsdienst.

Im Münchner Gewerkschaftshaus ging es am Vormittag bei guter Stimmung turbulent zu. Gut dass Hauptamtliche und Ehrenamtliche die Streikerfassung, das Streikcafe und Streikmaterialen entsprechend vorbereitet hatten. Auch heute zeigte sich wieder, dass der Kampf auf der Straße viele Kolleg*innen zum mitmachen anregt. Ebenso gab es wieder eine erklẹcklich Anzahl unorganisierter oder solidarischer Teilnehmer*innen. Eine Gruppe von Studierenden der Erziehungswissenschaften an der städtischen Fachakademie für Sozialpädagogik München z.B. beteiligte sich mit ihrer Lehrerin am Streik durch praktizierten Demokratieunterricht.

Anschließend gelang es den Streikenden, in einer langen Menschenkette den Kommunalen Arbeitgeberverband zu „umzingeln“ Fotos zum Streiktag HIER!

 

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