GEW ruft Mitglieder in München zum Warnstreik auf

Erstellt von GEW Stadtverband München | |   Termine GEW öffentlich

Für Montag, den 19. Oktober ruft die Bildungsgewerkschaft GEW Beschäftigte zum Warnstreik auf. Dazu wird es in München am Stachus zwischen 09.00 und 11.00 Uhr einen Infostand der Bildungsgewerkschaft geben, bei dem die Beschäftigten Ihre Forderungen zum Ausdruck bringen können. GEW-Verhandlungsführer Daniel Merbitz steht Rede und Antwort.

„Wir wissen um die großen Herausforderungen während der Pandemie gerade in den Kitas“, so der GEW-Landesvorsitzende Anton Salzbrunn, der ergänzt: „Es darf jedoch nicht sein, dass die Arbeitgeber diese Situation ausnutzen um ihre Forderung einer möglichst geringen Gehaltsentwicklung durchzusetzen.“ Daher ruft die GEW Bayern am kommenden Montag zu Warnstreiks im öffentlichen Dienst auf. Aufgrund der aktuellen Situation verzichtet die GEW auf eine zentrale Streikkundgebung, zu der die Kolleg*innen bayernweit anreisen. Für die Streikenden in München veranstaltet die GEW einen Infostand in München am Stachus. Dort können zwischen 09:00 und 11:00 Uhr die Kolleg*innen vorbeikommen, sich eintragen und ihren Protest durch Wort und Bild mitteilen. Es spricht der Verhandlungsführer der GEW für die Tarifrunde, Daniel Merbitz. Anschließend findet ein Demonstrationszug in Richtung DGB Haus statt.  
Die Geschäftsführerin der GEW München, Siri Schultze, erläutert: „Streiken mit Abstand und Maske unter Einhaltung begrenzter Teilnehmerzahlen ist eine Herausforderung. Dennoch werden wir mit kreativen Protesten die Forderungen unserer Kolleg*innen zum Ausdruck bringen.“ Aufgrund von Teilnahmebeschränkungen und aus Vorsichtsmaßnahmen wird auch ein Streik von zu Hause aus ermöglicht.
Vertreter*innen der Medien sind herzlich eingeladen, vorbei zur Kundgebung an den Stachus zu kommen und zu berichten.

Hintergrund:  
Seit Juni versuchen die Gewerkschaften sich mit der Arbeitergeberseite zu einigen. Doch die kommunalen Dienstherren wollten auch nach der zweiten Verhandlungsrunde nicht einmal ein Angebot zur Lohnsteigerung unterbreiten. Damit handeln sie verantwortungslos! Nur Klatschen reicht eben nicht! Gemeinsam mit den anderen Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes fordert die GEW eine Gehaltssteigerung von 4,8 Prozent, mindestens aber 150 Euro bei einer Laufzeit von 12 Monaten, ebenso die lange überfällige Angleichung der Arbeitszeit in Ost- und Westdeutschland.

Rückfragen an:  
Siri Schultze, Geschäftsführerin GEW München, siri.schultze@gew-muenchen.de, 0151 11191960
Hilger Uhlenbrock, Sprecher Landesfachgruppe Sozialpädagogische Berufe GEW Bayern,  hilger.uhlenbrock@gew.bayern, 0173 3232426

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