Stadtverband München Pressemitteilung: Die GEW München zum Schulstart im neuen Jahr 2021

Erstellt von GEW Stadtverband München | |   Meldungen

Machen Sie endlich Ihre Hausaufgaben, Herr Ministerpräsident Dr. Söder und Herr Kultusminiser Dr. Piazolo!

Zum Jahresanfang fällt die Entscheidung der Staatsregierung, den Lockdown zu verschärfen und für Schulen Distanzunterricht anzuordnen. Gleichzeitig teilt sie mit, dass die Schulplattform Mebis immer noch nicht funktioniert und rät implizit von deren Nutzung ab. Und kurz darauf folgt

die Meldung, die Faschingsferien ausfallen zu lassen.

Dies  zeigt  wieder  mal  die  Unausgewogenheit  und  mangelnde  Voraussicht  der  bayerischen Staatsregierung bei der Bildungspolitik. Die GEW fordert die Bayerische Staatsregierung, insbesondere das Kultusministerium, auf, ein
langfristiges und tragfähiges  Konzept für  Fern-, Wechsel- und  Präsenzunterricht während der Pandemie  vorzulegen  und  dafür  die  notwendigen  Vorraussetzungen  zu  schaffen,  statt  mir nichts dir nichts Ferien ausfallen zu lassen.
Machen  Sie  endlich  ihre  Hausaufgaben,  Herr  Ministerpräsident  Dr.  Söder  und  Herr Kultusminister Dr. Piazolo!:   
 
1. Hausaufgabe: Mebis zum Laufen bringen!
Bringen Sie endlich Mebis zum Laufen, so dass allen Schulen in Bayern eine sichere Plattform für den „Fernunterricht“ zur Verfügung steht!
Nach  fast  einem Jahr  Pandemie  funktioniert  Mebis  weiterhin  nicht  adäquat.  Statt  Geld  in  die Hand zu nehmen und das Problem zu lösen, werden den Schulen Zeitslots von 15min zur Mebis-Nutzung  einräumt  und  Ihnen  empfohlen,  lieber „andere“  Möglichkeiten  zu  nutzen.  Nach  dem Motto:  Improvisiert  weiter,  wir  helfen  euch  nicht,  aber  wenn  uns  dann  auffällt,  dass  der Datenschutz  nicht  eingehalten wird,  ist  das  das  Problem  der  Lehrer*innen  und  Schulen  und nicht unseres.
 
2. Hausaufgabe: Technische Infrastruktur für Lehrkräfte bereitstellen!  
Stellen  Sie  endlich  die  notwendige technische  Infrastruktur für  Lehrer*innen  bereit:  Stabiles Internet in der Schule für Online- und Hybridunterricht mit geteilten Klassen; Dienstgeräte für die Kommunikation mit den Schüler*innen; Übernahme mindestens der Zusatzkosten für das Arbeiten aus dem Homeoffice. Engagierte Lehrkräfte improvisieren sich bereits seit März durch die Krise, um ihre Schüler*innen bestmöglich zu  unterstützen. Sie schaffen auf eigene  Kosten  besseres  Internet für zu  Hause an, nutzen den Familien-PC und drehen im Wohnzimmer Lehrvideos, rufen ihre Schüler*innen vom Privatanschluss  aus  an,  um  sich  am  Telefon  vom  Schüler  mit  Leseschwierigkeiten  vorlesen  zu

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