Fachgruppe Gymnasium
Das Bayerische Gymnasium – Insel der Glückseligen?

Aus Veröffentlichungen des Kultusministeriums (und von Mitgliedern bestimmter Lehrerverbände) könnte man den Eindruck gewinnen, dass es am bayerischen Gymnasium ständig nur besser wird, obwohl ohnehin alles – dank Monitoring – bereits perfekt sei. Vielleicht laufe was an den „Restschulen“ in „Restdeutschland“ schief, aber an Eliteschulen in Bayern?

Sind die Arbeitsbedingungen wirklich perfekt für die Lehrkräfte? Und wie geht’s eigentlich unseren Schülern und Eltern wirklich? So manch junger Lehrer, der denkt, dass nach dem Referendariat endlich zusammen mit den Schülern in entspannter Atmosphäre gearbeitet werden kann, fühlt sich schnell eines besseren belehrt. Eine - mehr oder weniger - nötige Zusatzaufgabe jagt die nächste und das Unterrichten in vollen Klassen hat schnell nichts mehr mit den eigenen Ansprüchen zu tun. Ohnehin: Um dem Lehrer nachdrücklich die Wichtigkeit von pädagogischer Leistung im Kerngeschäft „Unterricht“ zu signalisieren, kriegt die Lehrkraft vom Schulleiter (den man selten bis nie sieht) gesagt, dass guten Unterricht vorzubereiten und engagiert zu halten für eine gute Beurteilung natürlich ganz und gar nicht ausreiche. Unzählige Zusatzfunktionen auszufüllen reiche aber auch nicht. ??? Was wird dann bewertet?

Natürlich ist das alles eine böse Verallgemeinerung: es gibt viele hochgradig empathische Führungskräfte, die sich abmühen, das Beste aus den Rahmenbedingungen zu machen und wie überall nur eine begrenzte Anzahl mutmaßlich sehr schlecht ausgewählter Führungskräfte.

Dennoch:
Dauerbrenner wie hohe Klassenstärken (mit entsprechendem Korrekturaufwand, etc.), Verrechnung von Ganztagsstunden, undurchdachte Stundenpläne, ungleiche Behandlung von Lehrkräften, mehr oder weniger sinnvolle Verwaltungsarbeiten, Sitzungen und Konferenzen, unausgereifte Schulentwicklungs-konzepte etc. sind „hausgemachte“ Probleme und behindern oft die „Arbeit mit dem Nebenaspekt Schüler / Unterricht“. Zusätzlich werden die Rahmenbedingungen oft „verschlimmbessert“: noch bevor eine Maßnahme alle vorgesehenen Jahrgangsstufen durchlaufen hat, wirbelt ein neues innovatives Projekt wieder alles durcheinander: Hauptsache, man hat wieder irgendwas gemacht, um an Profil zu gewinnen. Auf Kosten vieler Anderer natürlich.

Darum:
Fühlst Du Dich nie erschöpft und bist uneingeschränkt zufrieden mit der Schulpolitik?
Gut, dann wird Dich die Gestaltung der Bildungspolitik in der Münchner Fachgruppe Gymnasien nicht reizen. Alle anderen können Kontakt aufnehmen (siehe oben).

Übrigens:
die GEW stellt in der sog. Beamtengruppe im Referatspersonalrat des RBS der LH München die absolute Mehrheit. Wir können und wollen auch weiterhin erfolgreich das Bestmögliche für unsere Kolleginnen und Kollegen „herausholen“. Siehst Du ein Problem und hast vielleicht eine umsetzbare Lösung – bitte zögere nicht und nimm Kontakt auf, auch, wenn Du wirklich nur ein einziges Mal Dir die Zeit nehmen kannst.

Nur gemeinsam können wir langfristig die städtischen und staatlichen Gymnasien in München attraktiver machen. Steter Tropfen höhlt den Stein :-).

Für Alle, die sofortige Abhilfe brauchen, anbei der Dauerbrenner „Überlastungsanzeige“:

Kontakt:

Michael Hatala, m.hatala@gmx.de,  0176 395 79 577.

Dokumente: