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Union Busting - professionelle Bekämpfung betrieblicher Interessenvertretung

Seit einiger Zeit ist immer wieder einmal von „Union Busting“ zu hören oder zu lesen, doch um was es da eigentlich geht ist den meisten wenn überhaupt nur vage bekannt. Eher wenigen sagt der Begriff konkret etwas. Doch es handelt sich hierbei nicht nur um ein Phänomen betrieblicher Auseinandersetzung in den USA sondern inzwischen um eine weltweit präsente Strategie kritische und organisierte Beschäftigte zu bekämpfen. Auch in Deutschland greifen immer mehr Unternehmen mittels professioneller Unterstützung, wie durch eine Münchner Anwaltskanzlei, auf dieses zweifelhaften Mittel zurück. Und das nicht nur bei den üblichen Verdächtigen wie Lidl oder Amazon, auch der Organisationsbereich der GEW bleibt davon nicht unberührt, wie Fälle aus dem pädagogischen Bereich zeigen. Hier fällt die Arbeiterwohlfahrt, einst aus der Arbeiterbewegung entstanden, in Kalshuld/Ingolstadt besonders negativ auf.

Übersetzt heißt Union Busting ungefähr „Gewerkschaftszerschlagung“. Dabei handelt es sich um angebotene Dienstleistungen zur Bekämpfung und Verhinderung unabhängiger Organisierung und Interessensvertretung im Betrieb oder der Branche sowie die Beeinflußung gesellschaftlicher Regeln und Ethik. Das damit verfolgte Ziel ist die größtmögliche Gestaltungsfreiheit zur Profitmaximierung.

Aber was ist nun eigentlich „Union-Busting“?

Für den kleinen Erklärungstext einer Kollegin hier klicken

Checkliste des AK Union Busting

Internetangebot & Aktivist*innen

http://arbeitsunrecht.de

http://www.work-watch.de/

https://www.stopunionbusting.de/

https://en.wikipedia.org/wiki/Union_busting

http://www.labournet.de

Literatur

  • Grundlagenwerk zur Thematik in Deutschland: Werner Rügemer / Elmar Wiegand:
    Die Fertigmacher – Arbeitsunrecht und professionelle Gewerkschaftsbekämpfung,
    2. Auflage 2015 erscheinen bei PapyRossa.
  • Das AH77 "Union Busting in Deutschland" kann kostenfrei heruntergeladen werden. Bei dem pdf handelt es sich um die Ergebnisse einer Studie, die auch Grundlage für das Buch "Die Fertigmacher ist.

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